Samstag, 16. Juni 2007

grün

auf meinem lieblingsblog hatte es letzthin einen beitrag: violette tage. vor einiger zeit habe ich ebenfalls ein paar zeilen über eine farbe und meinen gemütszustand, den sie ausdrückt, getippt.

weil ich es nicht sehr kreativ finde, sachen zu ‘kopieren’, wollte ich ihn nicht online stellen, obwohl ich die idee hatte, vor sie auf http://zwischendenzeilen.blogspot.com veröffentlicht wurde.

wegen akuter aktualität krame ich ihn doch hervor. ändere ihn ab. kürze alles unnötige weg. schreibe ihn neu. et voilà:

grün; die farbe der hoffnung. die ampel ist grün, ich fahre los. es ist alles im grünen bereich. ich habe den führerschein im sack und fahre nun, wann ich will, raus ins grüne.

resonanz

trotz der mageren anzahl kommentare meiner beiträge, erfahre ich, meist, wenn ich es am wenigsten erwarte, dass mein blog gelesen wird. manche leute überraschen mich mit mehr oder weniger gut versteckten anspielungen, die mir aufmerksamerweise nicht entgehen. merci :)

Donnerstag, 14. Juni 2007

fa

ich bin – gemäss aussagen anderer und meiner selbstkenntnis:

fröndlech, betz luunisch, säute hässig, fröhlech, onvergässlech, tierlieb, objektiv, am usraschte weni e schpenne gseh, beschti fröndin, offehärzig, es rägechend, öpis bsondrigs, zickig, extrovertiert, nachtragend, sozial, toll, johrgang 1983, ufgschtöut, verträumt, chlii, vorurteilsfrei, of cola, natürlech, met beidne bei am bode, bequem, schlagfertig, farbig, ongwöhnlech, observatorin, optmestisch, gmüetlech, mondsöchtig, s herni för aui, läbig, gärn em wasser, handzahm, gärn barfuess, verletzlech, kontaktfreudig, erwachse, mönschlech, nätt, versöhnlech, fair, sensibel, aargoueri, brünett, ned d verona feldbusch, bluetschpänderi, humorvoll, mega, aschtändig, kinogängeri, fantasieriich, of de suechi, tee-trenkeri, för fasch aues zha, schwärmerisch, gmüetlech, charmant, höufsbereit, ehrlech, stur, tolerant, relativ, tapfer, ned ohni fähler, lieb, ongedoudig, migräne afäuig, huustierbsetzeri, langschlöferi, gschiid, zfrede, verschtändnisvoll, sympatisch, es gfleckts, treu, green-eye, chaotisch, härzlech, zuvorkommend, aschteckend, chendisch, reschpäktvou, gärn om liebi lüüt ome, wortgwandt, vertrouenswördig, gewitzt, beliebt, solo, quirlig, nochdänklech, italiäneri, entdeckigsfreudig, ideeriich, orea, verlässlech, romantisch, online, blick-boikottiereri, jufi, interessant, em bsetz vom füehrerschiin, mönschekenneri, bezaubernd, grosszögig, temperamentvoll, muusig-liebhaberi, luut, wetzig, frau, natürlech, stolz of mis läbe, nichtraucherin, ifersöchtig, verlore ohni agända, schriibfröidig, onsecher, einzigartig, vampir, besserwösserisch, in fahrt, säubschtkritisch, unersetzbar, erfenderisch, taläntiert, chorzwiilig, grossi schwöschter, fredlech, zogfahreri, gschpröchig, omgänglech, guet, spontan, gwössehaft, es feschli, verantwortigsbewosst, vergässlech, nachdänklech, bedütent, ich!

Mittwoch, 13. Juni 2007

grundsatzfrage

grundsätzlich befindet sich keine schokolade in meinem haushalt – ausser nesquik in pulverform. so werde ich erst gar nicht dazu verleitet zu ’schnausen’. falls ich mal wirklich heisshunger auf schoggi kriege, gehe ich die strasse runter, den selecta plündern.

nun steht ein glas nutella in meinem kühlschrank. nutella… im kühlschrank! ein no go, nicht nur wegen dem grundsatzding. nutella verliert im kühlschrank jegliche streichfähigkeit, wer kann so gemein sein?! eigentlich kann es mir egal sein. schliesslich ist es nicht meine nutella. doch wie gehe ich mit menschen um, die nutella in den kühlschrank stellen? soll ich ihnen die kalte schulter zeigen?

nun bin ich ja nachtragend und habe andere nicht sehr schöne eigenschaften, doch mit gleicher münze zurückzahlen ist nicht mein ding.

zeit für eine umfrage.

wo steht deine nutella?

Dienstag, 12. Juni 2007

geleimt

aus die maus. mein achtbeiniger mitbewohner ist ausgezogen – wo er hin ist, will ich nicht wissen. tatsache ist, die decke im badezimmer ist wieder spinnenfrei – der rest unter umständen nicht…

jetzt, wo die katze aus dem haus ist, hab ich neue haustiere, anhänglicher als jeder hund. sie bewegen sich frei in meiner wohnung und halten sich meistens in meiner nähe auf. wenn mans genau nimmt, fast ausschliesslich auf mir. die stubenfliegen.

so viel nähe bekommt mir nicht. morgen wird ne fliegenklatsche und so klebdinger gekauft. obwohl ich es hasse, tiere zu töten, muss es in diesem fall sein. die insekten hatten ihre chance. die freiflugtickets in form der offenen fenster wurden nicht genutzt. also wird ihnen in zukunft eine geklebt (werden).

Freitag, 8. Juni 2007

S chliine Gnu

Es esch heiss z Afrika. S chliine Gnu esch ersch siit paar Woche of de Wäut. Es het en Rekordziit glehrt loufe ond esch em Mami scho flissig of de Färse. Die zwöi send scho siit Tage metere riese Härde Gnus ond paar Zebras onterwägs dor die schtoubig Savanne of de Suechi nach Wasser. Em chliine Gnu sis Mami het em verzöut, dasses jedes Johr e Ziit gäb, wo s so fescht chonnt cho rägne, dass sogar s bruune Gras grüen ond saftig werd. so dass die ganzi Härde satt ond aues weder guet werd. Doch e dem Sommer loht de Räge of sech warte, drom müend si Tag för Tag Kilometer om Kilometer zrogg legge of de Suechi nach eim vo dene säute gwordene Wasserlöcher.

Wo s chliine Gnu einisch meh het wele be sim Mami go säuge, het die aber gmeint, es heig ke Zwäck, si heig scho so lang nüt me gässe ond tronke, dass si kei Möuch me chöng gäh. Si verschprecht jedoch, dasses nömme lang cha goh, bes si of Wasser stosse.

S Verschpräche vom Mami het sech lang ned welle bewohrheite. S Chaub mag nömme wiiterloufe. Jede Schrett esch e Qual. Bes e Nochrecht sech wie es Louffüür dor d Härde bahnt. Si loufed ofne Floss zue. Dorschtig wie s chliine Gnu esch, hets nomou aui Chraft zämegnoh ond macht sech, was gesch, was hesch, ofe Wäg. Es ghört ned, wie s Mami hendenoche rüeft, dasses söu ufpasse. S chliine Gnu kennt nüt me ond rönnt zom chüele Nass, wos äntli de Dorscht löscht. Jetz send au die andere Gnus muetiger ond fönd a trenke, sogar s Mami, wo e de Zwöscheziit s chliine Gnu igholt het.

Of eimou schloht öpis riese Wälle. S chliine Gnu verschreckt so, dasses sofort wäggschprengt, zäme met de ebefaus ufbrochte Härde.

Wo sech aui betz beruhigt händ, suecht s chliine Gnu nachem Mami. Es louft of sinere Suechi zwösche au de anderne Gnus dore, quer dor die ganz Härde, aber s Mami schiint wie vom Ärdbode verschlöckt zsii. Do gseht s si em Wasser schtoh. Ehri Ouge wiit ufgresse, schreit si em chliine Gnu zue, es söu wäg vom Wasser. Das verschtoht d Wäut nömme, ond rüeft sinersiits, s Mami söu zuenem cho, es siig doch gföhrlech em Wasser. Debii schiints em, as wörd si emmer wiiter es tüüfe Wasser go. Ersch etz gseht s chliine Gnu, dass s Mami öpis am Bei het. Öpis wo Ouge het. Es riese Muul. Grüeni Schuppe ond gförchigi Zähn – vo dem ganz e Huufe. Ond es het Chraft. Es zieht s Mami wiiter es Wasser, bes mer nüt me vonem gseht. S chliine Gnu esch ganz gschockt. Luegt emmerno es Wasser, of die Schtöu, wo s Mami verschwonde esch. Wartet druuf, dass si zrogg chont. Aber nüt esch. S Mami esch wäg. Ond wie s chliine Gnu nach Schtonde hender sech luegt, esch au de Räscht vo de Härde wäg.

Jetz esches ganz ellei. Vor luuter Angscht fohts a brüele. So härzerweichend luut ond lang, dass e chliine Vogu de wäg zuenem fend.

‘Hei du, was esch de los, dass du so brüelisch?’ frogt er s chliine Gnu. S chliine Gnu verzöut em Vogu die truurig Gschecht, dasses zerscht s Mami ond denn die ganzi Härde verlore het. De Vogu versuecht s chliine Gnu z beruhige: ‘Aso dini Härde, die hani ofem Flog dohe gseh, die esch ned wiit wäg. Wenn wotsch, chani der de Wäg zeige,’ ond meint de no, ‘das met dim Mami, das tuet mer leid.’ S chliine Gnu händ d Wort vom Vogu nor wenig chönne tröschte, aber s Agebot vom Vogu heter ned wöue usschloh. So händ sech die zwöi ofe Wäg gmacht.

Wie sechs usegschtöut het, het sech de chlii Vogu doch betz e de Dischtanze verschätzt. Jetzt, woner ofem Rögge vom chliine Gnu riitet, schiint d Härde doch wiiter ewäg zsii, as er afangs gmeint het. Of de Reis, de Härde no, chöme si amene aute Frönd vom Vogu verbii.

‘Hei Nashorn, hesch du e Härde Gnus gseh verbii zieh?’ frogt de Vogu s Nashorn. ‘Gnus hani keini gseh. Aber i gseh jo sowieso ned so guet.’ meint s Nashorn. De Vogu frogt wiiter. ‘Jo hesch denn Gnus ghört?’.'Ghört? Jo, ghört hani si.’ entgägnet s Nashorn. ‘Ond weisch au, e weli Rechtig, dass si doregloffe send?’ S Nashorn dreiht sech om ond seit: ‘Sie send e die Rechtig wiiter’, es schnopperet nomou, ‘eidütig.’ ‘Danke vöu Mou, Nashorn!’ seit s chliine Gnu. Au de Vogu bedankt sech, ond versechered, dass er sech glii weder bem Nashorn werd blecke loh, sobaud si em chliine Gnu sini Härde gfonde händ.

Es werd Nacht. S chliine Gnu ond de Vogu send emmerno of de Suechi. Obwohl s chliine Gnu sech s gwöhnt esch, wiiti Schtreckine z loufe ond s voräne doch e paar Schlöck Wasser het chönne trenke, eschs etz ganz kabott. De Vogu schloht vor, dass si e Pouse mache. Vellecht e betzli schlofe. Er büütet em chliine Gnu a, dass er wache hautet; während s chliine Gnu d Ouge zuetuet. S chliine Gnu esch so müed, dasses ned ei Sekonde dra zwiiflet, dasses ned sofort cha ischlofe. Wos aber sowiit gsi esch, het s chliine Gnu sis Mami weder vor sech gseh, wies em Floss schtoht ond langsam verschwend. Ond weder muesses brüele. So fescht, dass d Träne nor no so öber d Bagge flüsse. S ganze Muul nass werd. Au de Chopf ond de rögge. Sogar de Vogu ond de Bode. S chliine Gnu schloht d Ouge uf ond merkt, dasses Tag esch. E donkle Tag ond es rägnet.

Es macht sech wiiter of d suechi nach sinere Härde ond fend si schliessli nach e paar Kilometer gmüetlech grasend.

freund oder feind

es gibt tage, an denen sprudeln die kreativen ideen nur so aus mir raus.

und leicht kirre wie ich bin, rede ich mit ihnen (wie mit irgendwie allem und jedem). versuche sie aufzuhalten. denn sobald sie meinen kopf verlassen sind sie verschwunden. aufgelöst. weg.

ähnlich ist es auch mit dem cursor bei meinem laptop. ebenso kirre wie ich und meine gedanken springt er unkontrollierbar vom einen ende des textes zum andern und hindert mich einen anständigen satz zu tippen. da versuche ich die schreibfehler zu löschen und kille die eine passage, die ich eigentlich so stehen lassen wollte. sie ist verschwunden. aufgelöst. weg.

will er mir damit vielleicht irgendwas sagen? meinen gedankenfluss stoppen. gar bremsen?!

lieber cursor, das brauchst du nicht zu tun. lass mich spinnen. ich mag mich so… und die andern auch.

Samstag, 26. Mai 2007

glücklich

nach einem langen arbeitstag schlendere ich an den bahnhof.

bin geschafft.

erledigt.

aber glücklich.

gönne mir einen mcflurry. schon den zweiten in dieser woche.

bin zufrieden.

erledigt.

aber glücklich

geniesse die erfrischung. geniesse sie so sehr, dass ich dabei das laufen vergessen.

erschrecke über meine langsamkeit.

bin erledigt.

aber glücklich.

freue mich auf mein bett. es ist noch früh.

bin müde.

erledigt.

aber glücklich.

Donnerstag, 24. Mai 2007

bday

bday

hei tänele! mer wönsche der nor s beschti zom gebori!

heb no e ganz e schöni ziit em färne frankriich.

gruess au em fizz ;)

Samstag, 19. Mai 2007

labyrinth

ausdauernd bin ich kilometer für kilometer bergauf durch den wald gefahren. wirklich weit hinauf. stundenlang. orientiert hab ich mich an den gelben wanderwegschildern, die idealerweise mit diversen zielorten manchmal aber nur mit pfeilen auf bäumen gekennzeichnet sind. sehr oft bin ich allerdings nicht an solchen vorbeigefahren. auch nicht als es wieder runter ging. schnell bis sehr schnell.

ohne grossartig zu überlegen, ja, man kann sagen naiv, hab ich die kurven als es hinab ging nicht so geschnitten, wie ich sie hätte schneiden sollen und bin in die brennnesseln am wegesrand gefahren. zum glück liess mich der stich eines insekts an meiner schulter den schmerz am rechten unterschenkel bald vergessen.

was hätte ich darum gegeben, bei diesem ausflug ein navi dabei zu haben, nur um im nachhinein zu wissen, wo zum henker ich falsch abgebogen bin. denn nach der einen kurve ging es nur noch bergab. zu meinem leidwesen in die falsche richtung. so bin ich stunden später ca. 200 m vom eigentlichen start wieder aus dem wald gefahren, obwohl ich ursprünglich den berg bezwingen wollte.

humor ist, wenn man trotzdem lacht. ha!

spiderman

in meiner wohnung hausen mehrere nager – domestizierte. ich mag tiere. säugetiere. fische. reptilien. amphibien. insekten. nur mit spinnen hab ichs nicht so. eigentlich überhaupt nicht. trotzdem lebe ich seit einigen monaten mit einer zusammen. ganz nach dem motto: frisst du mich nicht, mach ich dir nichts.

wir teilen uns das badezimmer. sie wohnt oben, ich unten. wenn ich nur ein stückchen grösser wäre, könnte ich mich überwinden, sie von der decke zu holen und rauszuschmeissen. wäre sie nur ein stückchen grösser, wäre ich schon lange weg.